Gründerzeit

Gründer in der Gastronomie: keine Angst vor Heraus­forderungen

Viele gute Gründe(r)

Was motiviert Menschen, sich im Hotel- und Gastronomiebereich selbstständig zu machen?

Was motiviert Menschen, sich im Hotel- und Gastronomiebereich selbstständig zu machen?

Stress, Sorgen, ausbleibende Gäste? Im Gegensatz zu gängigen Klischees sind Gründer und Selbstständige im Gastgewerbe häufig glücklich und erfüllt. Aber es gibt auch Belastungen und Herausforderungen, etwa den Fachkräftemangel, finanzielle Unwägbarkeiten und die Notwendigkeit, sich ständig neu zu erfinden. Wie lassen sich diese Barrieren überwinden? Welche Angebote und Möglichkeiten unterstützen Gründer und Unternehmer in der Gastronomie? Und wie gelingt es, Gäste auf Dauer zu begeistern?

Das Gastronomiegewerbe gehört zu den Top 3 der beliebtesten Gründerbranchen.

An der Ecke eröffnet ein elegantes Cupcake-Café, eine Straße weiter wirbt eine neue Craft-Beer-Bar für ihren selbstgebrauten Gerstensaft und im Internet lockt ein Start-up mit dem Versprechen „Onlinelieferdienst für frisch zubereitete Biogerichte“. Ob Hotels, Restaurants, Cafés oder Imbisse – das Gastronomiegewerbe ist facettenreich und gehört, neben Handwerk und Handel, zu den drei beliebtesten Gründerbranchen in Deutschland. Das ist ein Ergebnis der 2014 veröffentlichten METRO Gründerstudie, einer repräsentativen Umfrage von METRO Cash & Carry und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Für viele überraschend: Mehr als drei Viertel der Gastronomen – 77 Prozent – sind zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Selbstständigkeit. „Unabhängigkeit und die direkte Reaktion der Kunden sind entscheidende Faktoren für die Zufriedenheit von Selbst-ständigen“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Grichnik, Inhaber des Lehr­stuhls für Entrepreneurship an der Universität St. Gallen. „Die Erfahrung, dass das eigene Handeln etwas bewirkt, ist für Gründer oft wichtiger als die Aussicht, das schnelle, große Geld zu verdienen.“ Die hohe Zufriedenheit im Gastronomiebereich bestätigt eine weitere Zahl der Studie: Fast zwei Drittel – 65 Prozent – würden sich erneut dafür entscheiden, eineneigenen Betrieb in der Branche zu eröffnen.